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Ortsgeschichte

Die Gemarkung des Ortes umfasst 581 ha. Menschen lebten hier seit der Steinzeit, im Gebiet sind 11 ur- und frühgeschichtliche Fundplätze nachgewiesen. Das Dorf entstand im 12. Jahrhundert bei einer frühdeutschen Wehranlage (Turmhügel auf dem späteren Schlossgelände). Das ursprüngliche Dorf bestand aus einem Rittersitz und etwa 8 Bauerngehöften. Zuvor gab es hier seit dem 7.Jh. eine altslawische Siedlung. Erste schriftliche Erwähnung: 1255 „Gebhard de Cynnitcz“. Ein Sohn eines späteren Gutsherrn, Dietrich v. Buxdorf (um 1400-1466), war ein berühmter Jurist und später Bischof von Magdeburg.

Seit dem Mittelalter gehörten zum Dorf 3 Wassermühlen, Weinbau ist in Zinnitz vom Mittelalter bis um 1800 belegt.

Eine Kirche ist schon 1495 im Meißner Bistumsmatrikel genannt, die derzeitige Kirche wurde im Jahre 1818 geweiht. Urkunden weisen einen Dorfschullehrer seit dem 17. Jh. nach.

Zu Ende des 18.Jh. entstanden neben den Mühlen erste Handwerksbetriebe(Schmied, Stellmacher) und die Gaststätte. Später kamen Bäcker, Schuhmacher, Fleischer, Fahrradhändler und Lebensmittelgeschäfte hinzu. Nach 1945 gab es auch je einen Friseur, Schneider und Zahnarzt, neben Lebensmitteln konnten auch technische Artikel im Dorf gekauft werden. Von 1947 bis 1976 gab es eine Zentralschule im Schloss, Kinderkrippe und Kindergarten blieben länger erhalten.

 

Als in den 1970er Jahren viele Nachbarorte abgebaggert wurden, mussten viele Handwerksbetriebe und Geschäfte aufgeben.

 

Heute gibt es in Zinnitz einen Agrarbetrieb, eine Versicherungsagentur, eine Autolackiererei und einen Kindergarten. Die Schlossfassade ist restauriert, an Gewerbe sind außerdem auch Friseur und FußpflegeArchitektur, Imkerei und Wohnungsvermietung zu nennen. Es gibt ein modernes Gemeindezentrum, einen regen Feuerwehr- und Heimatverein und eine sehr aktive Feuerwehr.